Unser Blog – Wir plaudern "aus dem Baukästchen"

Ein fröhliches „Hallo“ an die Messebauwelt da draußen! Hier entsteht in den nächsten Monaten unser Blog zum Thema „Messebau“ – wir wollen euch über Trends informieren, ein bisschen aus dem „Baukästchen“ plaudern und uns und unsere kreativen Köpfe vorstellen!

Ein Leitfaden für die Erstellung von druckfähigen Grafikdaten

Donnerstag, 15.11.2018

Allgemeines

Für euren Messestand benötigt ihr allermeistens Grafiken, um natürlich einerseits euren Messestand zu branden – also mit euren Firmennamen und Logo zu beschriften –
oder auch andererseits um Produkte oder Dienstleistungen auf Grafiken zu präsentieren. Darüber hinaus kann man auch mit Grafikbannern (Druck auf Stoff) als Fernerkennung oder Backlit-Bannern (mit Beleuchtung) arbeiten. All diese Grafiken müssen professionell gedruckt werden und benötigen dafür korrekte Druckdaten.

Generell braucht ihr zum Anlegen von druckfähigen Dateien die entsprechende Software.  
Für die Erzeugung von druckfähigen Dateien sind die gängigsten Programme: Adobe InDesign (Layout), Adobe Illustrator (Vektordateien), Adobe Photoshop (pixelbasierte Dateien) sowie CorelDRAW, Freehand oder Quark.

Solltet ihr keine der genannten Programme besitzen, kann die Messebauagentur helfen oder ein Grafikbüro. Sie können Grafikdaten erstellen, bearbeiten und druckfähig aufbereiten.

Bitte beachtet, dass Office Programme wie Word, Excel oder Powerpoint NICHT geeignet sind.

Anschnitt und Beschnittzugabe

Wenn ihr randabfallende Elemente auf euren Grafiken platziert – also bis zum Anschnitt –, solltet ihr eine entsprechende Beschnittzugabe anlegen. Dies garantiert euch die Vermeidung von sogenannten Blitzern, sprich unerwünschten weißen Rändern am finalen Druckprodukt. In der Regel liegt die Beschnittzugabe bei mindestens 3 mm. Sie kann je nach Weiterverarbeitung aber auch nach oben abweichen.

Damit auf eurem Endformat keine wichtigen Informationen in der Druckweiterverarbeitung abgeschnitten werden, solltet ihr je nach Endformat zwischen 3 und 10 mm Sicherheitsabstand zur Innenseite des Formates einhalten.

Schnittmarken & Hilfszeichen

Die sogenannten Schnittmarken sind dünne schwarze Linien, welche auf dem Druckbogen platziert werden, um das Endformat des Druckes zu kennzeichnen. Diese Zeichen ermöglichen einen sauberen Zuschnitt und werden in der Regel beim Exportieren der Druckdatei von eurem Layoutprogramm angelegt. Diese Option könnt ihr in den Schritten des Dateiexports selbst konfigurieren.

Vektordateien und Pixelbilder

Vektordateien bestehen aus meist einfachen Formen (Linien, Kreise, Polygone, Schriften usw.), die durch genaue geometrische Definition eine skalierbare und deutlich bessere Qualität haben als Pixelbilder. Eine korrekt angelegte Vektordatei (wie zum Beispiel ein Firmenlogo) kann somit auf nahezu alle erdenklichen Endformate vergrößert werden, ohne dabei an Qualität zu verlieren.

Pixelbilder sind nur bedingt skalierbar (entsprechend dem Betrachtungsabstand) und sollten daher nicht zwingend auf großen Endformaten verwendet werden. In jedem Fall sind Pixelbilder aber immer für die Druckausgabe bei 300dpi (dots per inch) bzw. ppi (pixel per inch) zu speichern. Fotos bzw. Bilder sollten daher von vorneherein in der korrekten Größe und Auflösung angelegt werden. Die spätere Skalierung (Vergrößerung) zieht eine sichtbare Verschlechterung der Qualität mit sich. Der Druck wirkt dann „pixelig“.

Auflösung

Die Auflösung beschreibt im weitesten Sinne, wie detailliert, also wie „scharf“ ein Druckbild erscheint. Je besser die Auflösung, desto „schärfer“ das Ergebnis. Bei den dazugehörigen Maßeinheiten spricht man in der Regel von der sogenannten Punktdichte (DPI, dots per inch = Punkte Pro Zoll) bzw. Pixeldichte. (PPI, pixel per inch = Pixel pro Zoll).

Bei Farbbildern und Graustufenbildern gilt unsere Empfehlung der Standardauflösung 300dpi bei Originalgröße des Druckes. Mit dieser Einstellung kann ein optimales Druckergebnis gewährleistet werden.
Strichbilder, also Grafiken die nur Schriften in kleinen Größen oder Zeichnungen enthalten, sollten in einer Auflösung von 1200dpi angelegt werden. Dadurch werden sogenannte „Sägezähne“ (Ausfransung der Buchstaben) vermieden, welche durch den hohen Kontrast zum Bedruckstoff entstehen können.

Farbräume und Farbmodi

Legt eure Layouts und Grafikdokumente im CMYK Modus an.
(CMYK: Cyan = Blau, Magenta = Rot, Yellow = Gelb, Key = Schwarz). Druckmaschinen drucken vierfarbig in diesem Farbraum.
Sollten in euren Dokumenten auch Sonderfarben wie z.B. HKS, Pantone o.ä. enthalten sein, müssen diese Elemente auch in genau dieser Farbe korrekt angegeben bzw. angelegt werden, um mögliche Farbverfälschungen zu vermeiden.
Der RGB-Modus dient ausschließlich der Darstellung an Bildschirmen und ist daher nicht für den Druck geeignet.

Schriften

Bitte legt auf euren Grafiken Schriften nicht kleiner als 5-6pt an. Die allgemeine Lesegröße für Texte liegt bei 12pt. Bei größeren Druckprodukten sollte auch eine größere Schrift platziert werden. 6pt können beispielsweise bei Visitenkarten Verwendung finden, jedoch nicht bei Flyern oder Plakaten. Schwarzer Text sollte bitte nur in 100% Schwarz angelegt werden und nicht in einer Mischfarbe aus allen CMYK Farben. Dadurch werden Farbabweichungen ins blaue, rote oder gelbe vermieden.
Wenn ihr uns zur Weiterverarbeitung eure Layoutdaten (InDesign oder Illustrator) zusendet, denkt bitte daran, dass alle Schriftarten eingebunden werden. Solltet ihr uns aus lizenztechnischen Gründen keine Schriftarten mitschicken dürfen, so wandelt bitte vorab alle Texte in Pfade um.

Druckdateien speichern

Für eure Druckdaten wählt Formate wie: PDF, EPS, TIFF oder in bedingten Fällen JPG.
Dateien im PDF-Format entsprechen dem Standard für professionellen Druckdatenaustausch und eigen sich am besten. Dieses Format könnt ihr in den meisten Fällen aus eurem Layoutprogramm heraus speichern. Hier müssen jedoch einige Einstellungen berücksichtigt werden, um die korrekten Spezifikationen zu erfüllen. In jedem Fall solltet ihr auf die Einhaltung des PDF/X-Standards achten (PDF/X3- oder PDF/X1a-Standard). Achtet auf die Kompatibilität 1.3, um Probleme bei Ebenen und Transparenzen zu vermeiden und den Workflow zu erleichtern.
Auch hier noch einmal der Hinweis: Office Programme wie Word, Excel und Powerpoint erzeugen keine druckfähigen Dateien!

Messestand – First Step: Was wollt ihr zeigen, was braucht ihr?

Donnerstag, 18.10.2018

Fangen wir mal bei Adam und Eva an. Welche Messestände gibt es überhaupt und wo liegt der Unterschied?

Zu allererst buchst du deine Ausstellerfläche beim jeweiligen Veranstalter der Messe. Das ist nicht immer die Messe direkt, sondern können große internationale Messeveranstalter sein oder auch Unternehmensverbände und Interessenskreise. Die Informationen findet ihr aber immer auf den Websites der Messen. Als Aussteller solltet ihr den Messekalender natürlich immer schon für das kommende Jahr im Blick haben. Wenn ihr zu spät dran seid, sind eventuell schon alle Standflächen ausgebucht.

Je nachdem, was ihr alles auf eurem Messestand zeigen wollt oder auch müsst – große Maschinen oder kleine Produkte oder nur Dienstleistung – und wie ihr euch präsentieren möchtet – schlicht oder zum Beispiel prunkvoll –, beeinflusst eure Budgetüberlegungen. Oder natürlich andersherum: Das Budget beeinflusst alles andere! Je nach Messe variiert der Quadratmeterpreis der Standfläche stark. Um eine grobe Einschätzung der benötigten Quadratmeterzahl für euren Messestand zu bekommen, macht euch Gedanken dazu, wie viele Besprechungsmöglichkeiten (Tische, Stühle, Sofas oder Lounge-Möbel, teil- oder komplett-geschlossene Besprechungskabinen) ihr platzieren wollt. Es sollte eine Standkabine geben, wenn ihr Material, Getränke und private Sachen sicher einlagern wollt. Wenn ihr die Messebesucher und Kunden verköstigen oder Getränke anbieten möchtet, sollte es eine Bewirtungsmöglichkeit in Form zum Beispiel einer Theke, Bar oder Küche geben.

Auf der Messe-Website oder auf telefonische Nachfrage beim Veranstalter erhaltet ihr einen Hallenplan mit den verfügbaren, geplanten Ausstellungsflächen, dieser hilft euch bei der Überlegung, wo und wie ihr euch platzieren wollt. Die Laufrichtungen der Besucher spielt hier auch eine große Rolle. Dazu findet ihr in den nächsten Wochen einen extra Blogeintrag.

Blockstand, Kopfstand, Eckstand, Reihenstand, Durchgangsstand oder Etagenstand?

Die Messeveranstalter bieten verschiedene Ausstellungsflächen an:

Block- oder auch Inselstand genannt: Dieser Messestand ist von allen vier Seiten offen – wie eine Insel – und ist natürlich nicht von Wasser umgeben, sondern umgeben von Hallengängen. Positiv an dieser Standform ist sicherlich, dass die Messebesucher von allen Seiten an euren Messestand gelockt werden können. Es besteht immer die Möglichkeit einzelne Seiten des Standes ganz oder teilweise zu bebauen bzw. zu schließen. Hier gibt es aber immer Vorschriften der Messegesellschaft, wieviel Prozent der Standfläche/Seiten geschlossen werden dürfen.

Kopfstand: Dieser Standtyp hat nur eine geschlossene Seite und ist somit zu drei Hallengängen offen. Auf der einen Messestandwand lässt sich gut ein Logo oder eine Präsentationsfläche realisieren. Die Standfläche ist oft sehr variabel zu gestalten, auch hier könnt ihr zusätzliche Wände einziehen, denkt aber auch an die Genehmigung des Messeveranstalters.

Eckstand: Der Eckstand hat zwei geschlossene Seiten. Durch zwei Laufrichtungen der Besucher solltet ihr eure Werbung und Fernerkennung (z.B. einen Deckenkubus) auch immer in beide Blickrichtungen platzieren.
Die „Eckgestaltung“ ermöglicht euch neben der hohen Besucherfrequenz im vorderen Bereich, eine ruhigere Besprechungsatmosphäre im hinteren Bereich des Messestandes zu schaffen.

Durchgangsstand: Dieser Messestand ist an zwei gegenüberliegenden Seiten geschlossen und zu den Hallengänge offen. Diese Form ist eher selten, aber je nach Messekonzept bietet sich dieser Messestandtyp an, besonders, wenn ihr mit Countern, Aufstellern und Stehtischen arbeiten möchtet. Je nach Größe und Länge des Durchgangsstands lassen sich aber auch Theken und Kabinen in der Mitte einer Wand positionieren, um eine optische Trennung zu erzeugen. So könnt ihr beispielsweise im Bereich A Produkt A vorstellen und im Bereich B Produkt B, in der Mitte platziert ihr dann Besprechungsmöglichkeiten.

Reihenstand: Diese Ausstellungsfläche ist zu drei Seiten geschlossen, der Besucher hat nur die Möglichkeit von einer Seite den Stand zu betreten.

Etagenstand oder auch Doppelgeschoss genannt: Das ist natürlich die Creme de la Creme der Messestände. Der Messestand hat zwei Geschossebenen. Je nach Hallenhöhe und Abhängungen ist diese Art von Messestand auch nur an ausgewählten Plätzen in der Halle möglich. So ein Messestand ist natürlich ein absoluter Eyecatcher auf der Messe. Die meisten Aussteller benutzen das obere Geschoss als Hospitality Raum, manche jedoch auch als Präsentationsfläche. So könnt ihr besonders euren Kunden, die ihr direkt eingeladen habt, ein VIP-Gefühl geben.

Ein oder zwei gute Hinweise:

Die Rückseiten der Standbauwände müssen immer neutral in weiß gestaltet werden, wenn sie zum Hallengang hin geschlossen oder auch über die Wände des Standnachbarn und somit sichtbar sind – das gilt natürlich für alle Messestände bzw. Messestandtypen. Es empfiehlt sich frühestmöglich den Messeveranstalter in seine Baupläne einzuweihen, da oft deren Einverständnis einzuholen ist. Gerade bei Sonderkonstruktionen, Überschreiten der Bauhöhe oder Schließen von Seitenwänden. Die Standbaugenehmigungen sind in der Regel mindestens (!) sechs bis acht Wochen vor Messestart einzureichen.  

Aber „wie“ baut man am besten den Messestand? Die Bauweise – System-, Misch-, oder konventionell – beeinflusst eure Kosten. Was ist in eurem Budgetrahmen möglich? Hierzu könnt ihr nächste Woche einen neuen Artikel in unserem Blog lesen.

Next Step: System-, Misch-, oder konventionelle Bauweise?

Donnerstag, 25.10.2018

Wie vergangene Woche angekündigt, lest ihr im folgenden Text etwas über die unterschiedlichen Bauweisen eines Messestands. Die Entscheidung wie der Messestand letztendlich gebaut wird, beeinflusst maßgeblich euer Budget.

Die Systembauweise

ist meistens die günstigste Variante, aber auch die einfachste Bauweise. Üblich sind zwei Systemarten: ein vierkant Profil oder ein achtkant Profil. Die Profile sind Meterware. Somit ist die Konstruktion auch immer wieder veränderbar. Ihr könnt so ein System kaufen oder auch mieten.
Beim Kauf müsst ihr Folgekosten wie Einlagerung und Kosten für Ausbesserungen und Reparaturen bedenken. Die Kaufoption bietet sich an, wenn ihr plant regelmäßig auf verschiedene Messe zu gehen. Darüber hinaus kann das System flexibel verändert werden. Das ist aber nicht einmal eben gemacht: Unterschätzt dabei nicht die Kosten für eure Arbeitszeit und das benötigte Knowhow.
Die Mietoption bringt den Vorteil der Zeitersparnis – der Aufwand der Planung ist überschaubar – und wenn ihr in Zukunft erst einmal keine große Entwicklung eures Standes seht.

Die Mischbauweise

ist eine Kombination aus Systembau und individuell gefertigten Elementen. Einzelne Elemente können je nach Kundenwünschen angefertigt werden. Typischerweise wurde früher das System „verplattet“, das heißt, vor das System wurden Spanplatten in eine Nut gesetzt und verleimt. Das macht man heute aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen sehr selten. Dennoch besteht die Möglichkeit einzelne Elemente, wie zum Beispiel einen Turm aus Systembauweise, elegant mit der konventionellen Bauweise zu kombinieren.

Die konventionelle Bauweise

Ein Messestand sollte gut überlegt sein und professionell geplant werden, um das eigene Unternehmen in das perfekte Licht zu rücken. Um aus dem Vollen der schier unendlichen Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und der Live-Kommunikation zu schöpfen und die genau zu euch passenden Reize beim Messebesucher auszulösen, empfiehlt sich eine ganz individuelle Planung mit der qualitativ hochwertigen konventionellen Bauweise. Hier wird alles nach den Kundenwünschen kreiert, verleimt, gestrichen, tapeziert, gemalt – der große Vorteil: Der Messestand kann millimetergenau geplant und gebaut werden.

Die Qual der Wahl – Alles hängt am Geld

Alle Systeme haben ihr Vor- und Nachteile und je nach Idee, die ihr für euren Messeauftritt habt, solltet ihr euch beraten lassen. Hilfreich ist immer, wenn ihr vor einem ersten Beratungsgespräch ein grobes Budget festlegt.